Lehren/Vision

Photo Nico Rumlawan

UNSERE VISION:

Indem wir uns für die Künste Aikido, Yoga, Meditation und die Teekunst engagieren, ist es unser Ziel interessierten Menschen den Raum und die Möglichkeit zu bieten, eine Lebensperspektive, frei von Zweifel und Angst zu entdecken. Das heisst die Prinzipien von Harmonie, Kreativität und Spontaneität zu verkörpern und zu lernen wie Konflikt, innerer und äusserer, in Wissen transformiert werden und zu Integrität und einer Bewegung von Evolution zurückgefunden werden kann.

Um diesen Weg zu gehen, legen wir Wert darauf, dem Leben ohne Widerstand zu begegnen und zu anerkennen, dass wir nicht wissen können, was der nächste Moment uns bringt. Wir vertrauen darauf, was auch immer der nächste Moment ist, dass es eine Möglichkeit zur Entwicklung ist, indem wir unsere Investition in Angst, Abgrenzung und Agression aufgeben und dem Moment mit Respekt, Ehrfurcht und Dankbarkeit begegnen.

Mit diesem Ziel und diesen Werten, hoffen wir eine Bewegung zu kreieren, in der wir individuell und kollektiv, authentisch, wach und unabhängig werden. Eine Bewegung in der wir danach streben die Technik, die Energie und die Vision der Kunst die wir ausüben, klar auszudrücken bzw. zu verkörpern. Eine Bewegung in der wir Katalisator für eine positive Veränderung in der lokalen und globalen Gemeinschaft sind.




















Um eine Perspektive der Richtung die das Dojo in Bezug Training und Erforschung geht aufzuzeigen, hier ein paar Auszüge geschrieben von Cassidi Sensei:


Auszug 1: „Im Aikido geht es darum, auszudrücken, wer wir wirklich sind: zeitlos, unverrückbar, harmonische Wesen mit unendlichen Möglichkeiten auf das Leben zu antworten. Wenn wir unsere ganze Aufmerksamkeit dem Entdecken dieses Wesens das wir sind hingeben, in die Intelligenz dieses Wesens vertrauend und all unser Vertrauen in die Geburt dieses Wesens in diesem Moment geben, dann sind wir Frei. Dann wird die Kreation von dem was wir als Takemusu Aikido kennen möglich. Doch wir bekommen nichts dafür. Wir sind Es. Wir können Es nicht verbessern. Es verbessert den Moment. Wir können Es nicht tun. Es tut uns. Wir können Raum schaffen für Es, damit Es erwacht. Wir können uns entscheiden, für Es verfügbar zu sein. Wir können eine Sprache dafür studieren und kreieren, mit der wir sprechen können. Wir können Es nicht kontrollieren oder benutzen. Schlussendlich verschwinden wir in ihm und dann sind wir Es. Endlich Frei für den Rest des Lebens zu kreieren und mitzuwirken, das ist was wir auch sind.Nicht mehr länger Ausschau haltend nach der Erlaubnis zu leben, bewegen wir uns in den Raum, den das Leben uns ohne Einschränkung und Zurückhaltung offeriert. Indem wir das was in diesem Moment auf uns zukommt ohne Widerstand umarmen, werden wir Zeuge unserer Antwort und unserer Beziehung zum Geboren werden in jedem Moment wieder und wieder ohne Ende. Wir weilen am Anfang, einem Ort von Unschuld und Vertrauen, mit offenen Händen, das Unbekannte umarmend. Wenn wir dem was aus dem Gleichgewicht gekommen ist, dem was ungelöst ist begegnen, begegnen wir ihm ohne Mauern und mit einem klaren Herz. Offen und verfügbar für Wandlung, eine Transformation von Konflikt in Klarheit, eine Alchemie von energetischen Gegensätzen, die eine Evolution dieses Geschehens und allem was darin enthalten ist erschafft. Wir versuchen nicht das Geschehen in eine vorgefasste Richtung zu formen, viel mehr sind wir Zeuge einer Bewegung jenseits von Konzepten, die ihre Wahrheit in diesem Moment offenbart. Diese Bewegung ist eine Transformation, jederzeit frisch enthüllt und immer jenseits von dem was der Verstand denken würde zu tun.“


2. Auszug: „Die Kunst des Ukemi ist das System, das uns wahr bleiben lässt. Die Fähigkeit das Gleichgewicht auf eine Art zu verlieren, die uns zurück zum Gleichgewicht bringt. Der Fall, der uns zu einem grösseren Ort bringt. Die Fähigkeit den Schlag in ein Geschenk zu transformieren. Gift in Weisheit zu verwandeln. Den Moment ausserhalb des Gleichgewichts viel mehr als einen Moment der Entwicklung als des Versagen zu nehmen. Zu sehen, dass der Verlust des Gleichgewichts ein Katalisator für eine Bewegung in grössere Tiefe ist. Ukemi ist die Kunst des Heilens. Willentlich durch den Verlust des Gleichgewichts transformiert zu werden, in dem es uns ins Ungewisse führt. In dem es uns ins Unbekannte und zur Entdeckung von Freiheit führt. Die Freiheit mit der Energie des Konfliktes zu sein und nicht als Opfer davon. Ukemi ist Aikido. Ukemi ist die Kunst zu Empfangen. Ukemi ist die Kunst der Transformation. Ukemi ist die Kunst der Schwerelosigkeit. Ukemi ist die Kunst der Freiheit.“


Auszug 3: „ Ich spüre, dass es ein Bedürfnis gibt, den Unterschied von „Aikido in seiner Form sehen“ und der „innewohnenden Schönheit und des Potentials das Aikido als Weg und Ausdruck von Freiheit bietet“ zu definieren. Offensichtlich sind sie nicht das Selbe. Sicher kannst du sehen, dass es nicht sehr häufig ist, interessiert zu sein Aikido letztlich als etwas jenseits von unserem selbsteingenommenen persönlichen Bild und Streben anzusehen.


Auszug 4: „Kürzlich habe ich das, was ich als ein innewohnendes Dilemma im traditionellen Aikidotraining anschaue betrachtet. Aus meiner Perspektive ist Aikido als Praxis gemeint, in der wir lernen Konflikte auf eine Art die in Harmonie mit dem Gegenüber und mit dem Leben an sich ist zu lösen. Das Leben und die Geschehnisse im Leben sind von Natur aus unvoraussehbar. Es gibt Muster und Rythmen, aber fundamental ist jeder Moment unbekannt und die Elemente in diesem Moment sind neu. Im traditionellen Aikido lernen wir jedoch mit dem Unvorhersehbaren, dem Unwissbaren zu harmonisieren, in dem wir Formeln, Techniken, und Muster lernen. Formeln zu lernen kann nützlich sein und helfen das Individuelle zu stabilisieren, aber es wird dem Individuum nicht die Fähigkeit geben auf Unvorausgesehenes zu antworten. Damit dies geschehen kann, ist es nötig spontan zu werden. Wir müssen an dem Ort sein, wo der Moment kreiert wird, zusammen mit dem Moment in seiner Erschaffung sein, cokreiert kann man sagen, auf eine Art, in der unsere Antwort ein Teil der Kreation ist. Auf diese Weise sind wir „IN HARMONIE“, wir sind die Harmonie, wir sind mit dem Leben. Dies ist aus meiner Perspektive der Kern des Trainings, das Juwel der Kunst, der Grund für unsere Arbeit. Dies kann nicht gemessen werden oder gefasst oder besessen. Es ist sehr flüchtig und kann nicht wie eine Erinnerung gespeichert werden. Entweder bin ich spontan oder nicht. Entweder bin ich gewillt nackt mit dem Leben zu sein oder nicht. Entweder nehme ich das Risiko auf mich das Unbekannte zu umarmen oder nicht. Deshalb sind wir vom Bekannten angezogen, von Formeln, weil mit Formeln können wir unseren Forschritt messen und uns auf das vergangene Training Konflikten zu begegnen beziehen. Vielleicht finden wir so einen Weg mit dem Unbekannten umzugehen. Aber wir werden nie in Harmonie mit dem Unbekannten sein auf diese Art. Dieser Weg führt nicht dort hin.“